Tief im Süden Namibias, nahe der kleinen Ortschaft Keetmanshoop, liegt ein Schatz aus der Urzeit verborgen – die Fossilien des Mesosaurus. Dieses uralte Reptil lebte vor etwa 280 Millionen Jahren und gilt als einer der ersten bekannten Süßwasser-Saurier der Erdgeschichte.

Der Mesosaurus war etwa einen Meter lang und besaß einen langen, schlanken Körper mit paddelartigen Gliedmaßen – perfekt angepasst an das Leben im Wasser. Er durchstreifte einst die Flüsse und Seen des Superkontinents Gondwana, zu dem auch das heutige Namibia gehörte.

Besonders spannend ist die Bedeutung dieser Fossilien für die Wissenschaft: Mesosaurus-Überreste wurden nicht nur in Namibia, sondern auch im heutigen Brasilien gefunden. Dieser Fund unterstützte maßgeblich die Theorie der Kontinentalverschiebung – ein Beweis dafür, dass Afrika und Südamerika einst miteinander verbunden waren.

Die Fundstellen rund um die Farmen in der Region Karasburg sind heute beliebte Ziele für Fossilienliebhaber, Schülergruppen und Forscher aus aller Welt. Dort kann man gut erhaltene Skelette und Abdrucke in Schiefergestein bewundern – stille Zeugen einer längst vergangenen Welt.

Die Mesosaurus-Fossilien Namibias erzählen eine faszinierende Geschichte von Evolution, Erdgeschichte und wissenschaftlicher Entdeckung – und machen das Land zu einem Fenster in die Tiefen der Zeit.